Inventarnummer
  149 (1901) 
Kopist
   

Künstler

  Albert Flamm 
Titel
  Italienische Landschaft  

Signatur, Beschriftung
unbekannt 

Datierung
letztes Viertel 19. Jahrhundert 

Aufbewahrungsort
Einige seiner Gemälde gelangten in die Aachener Museen. Der Verbleib der ‘Italienischen Landschaft’ ist unbekannt. 

Sammlung
Malerschulen des 19. Jahrhunderts 
 

Maße
49 x 39 cm 

Rahmen
unbekannt 

Material & Technik
unbekannt 

Erhaltungszustand
unbekannt 

Bildbeschreibung
 

Künstlerbiografie
Der deutsche Landschaftsmaler, Zeichner und Lithograph Albert Flamm wurde 1823 in Köln geboren und verstarb 1906 in Düsseldorf. Er beschäftigte sich intensiv mit der Kopiertätigkeit in der Gemäldesammlung des Präsidenten der Löwener Akademie, Van der Schlick, und widmete sich anschließend vollkommen der Malerei.
Im Jahre 1870 übernahm er vorübergehend die Landschaftsklasse Oswald Achenbachs im Künstlerverein „Malkasten“, der 1948 in Düsseldorf gegründet wurde. Albert Flamm trat drei Jahre später als ordentliches Mitglied in den Künstlerverein ein, dem auch andere namhafte Künstler wie Andreas und Oswald Achenbach, Richard Burnier und Carl Seibels angehörten.
Zusammen mit seinen Künstlerkollegen Oswald Achenbach und Arnold Böcklin unternahm er jährliche Reisen nach Italien und spezialisierte sich nach diesen Aufenthalten primär auf die Landschaftsmalerei. So entwickelten sich Albert Flamm und Achenbach zu den besten Malern italienischer Landschaften in der Düsseldorfer Schule.
Charakteristisch für seine Gemälde sind neben der minutiösen Detailgenauigkeit seiner italienischen Landschaften vor allem die vordergründigen Effekte, durchsonnte, sfumatohafte Lichtstimmungen, starke Hell-Dunkel Kontraste und virtuose Wiedergaben der Luftperspektive. Er wählte einen hohen Betrachterstandpunkt aus und erzeugte somit panoramahafte, weite Blickwinkel. Die Staffage (Figuren, die nicht direkt vom Bildthema betroffen sind und die Landschaft beleben sollen) ist meistens die Landbevölkerung, wie man am Beispiel des „Nemisees“ sehen kann. Hier soll das Thema der Rast und Ruhepause während der Erntearbeit dargestellt werden. Der italienische Ort Nemi liegt 30 km südöstlich von Rom in einer waldigen Hügellandschaft am gleichnamigen See und diente mit seinem idyllischen Naturbild dem Maler womöglich als weitere Bildinspiration.
Viele seiner Werke gelangten nicht nur durch Auktionen in Privatbesitz, sondern auch in Galerien und Sammlungen, vor allem in Nordrhein-Westfalen.  

Literaturangaben
Saur Allgemeines Künstlerlexikon, Bd. 41, München-Leipzig 2004.
Thieme-Becker, Bénézit, Boetticher, Müller - Singer, Busse, Bd. 12, Leipzig 1948.
Ausstellungskatalog Kunstmuseum Düsseldorf 1979 ‘Die Düsseldorfer Malerschule’ 13.05.-08.07.1979, Main 1979.


Linkliste
http://www.kunstkopie.de/static/kuenstler/Flamm-Albert-2248.html
http://www.bildindex.de
http://www.zeller.de/Kuenstlerindex.146.0.html
http://www.auktionshausgeiter.de/search_result.php?eingabe=Flamm%20Albert〈=e
http://www.welt.de/data/2004/07/10/303105.html
http://beethoven.site.uottawa.ca/MalerBochmann/Ausstellung2002/text-Homann.pdf
http://www.zengen.de/ktlg06.html 

Notizen
Zur Person Albert Flamm ließ sich einiges herausfinden, vor allem aus dem Internet.
Jedoch scheint die ‘Italienische Landschaft’ unauffindbar, da sich die meisten Bilder entweder in Privatsammlungen oder in Galerien befinden. Einigen Lexika ließ sich etwas zu seiner Biografie entnehmen, jedoch belief es sich dabei auf die wesentlichen Lebensdaten. Das Internet erwies sich als gute Möglichkeit nach Bildern zu suchen, besonders auf den Seiten der Auktionshäuser. Zum Beispiel wurde in einer Auktion von Van Ham in Köln, das übrigens einige Bilder von Albert Flamm führt, das Bild ‘Blick von Sorrent nach Capri’ für € 48.800 versteigert, wobei manche Werke von ihm auch ‘nur’ für € 200,- verkauft wurden, wie ein Bonner Auktionshaus aufzeigt. Die Anfrage im Suermondt-Ludwig Museum nach dem möglichen Verbleib des Gemäldes erwies sich als Fehlschlag.
Da Albert Flamm im Schatten der bekannteren Brüder Achenbach steht, reduzieren sich die Ergebnisse der Recherche auf oben aufgeführte Angaben. 

Stand der Bearbeitung: 2005-05-24 Sarvenaz Ayooghi 
Überarbeitet: 0000-00-00  

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